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Unter Wasser

Ich scheine lebendig begraben zu sein.
Meine Mutter hat mich heute noch gefragt, wie ich es geschafft habe, meine Essstörung zu überwinden. Was sie nicht weiß: ich hab sie nicht überwunden. Und irgendwie war es auch eine Beleidigung.. Wirke ich denn nun so positiv eingestellt gegenüber essen? 
Es ist komisch ein ehemaliges Model als Mutter zu haben. Ich wusst es zwar immer, aber erst heute ist mir klar geworden, dass ich vielleicht auch versuche, ihrem Beispiel gerecht zu werden. Eigentlich so offensichtlich.. aber dennoch passt es nicht zu dem Bild.
 
Ich bin ein Meister der Verdrängung. Ich kann meine Gedanken, meine Gefühle kontrollieren und selbst die Kontrolle kontrolliere ich.
 
Wieso lebe ich? Für wen stehe ich Tag für Tag auf?
 
LauteStille 
14.2.09 23:27


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Untergegangen 2

Zu dem Kommentar zu Untergegangen: Stimmt.
So simpel die Antwort auch klingt. Mittlerweile scheine ich auch darauf gekommen zu sein. Nun ja, ich bin kein Kurz-und-schmerzlos-Typ, von daher bietet sich die Essstörung gut an, meinen Lang-und-qualvoll-Typ zu unterstützen. Nicht, dass ich direkt versuche mich umzubringen, wer weiß, vielleicht verbessere ich meine Gewohnheiten, wie es beispielsweise letztes Jahr war. Aber es hat wieder wunderschön begonnen. Ich esse nicht mehr. Jedenfalls nicht mehr normal. Heute waren es vielleicht ungefähr 600 kcal. Die Tage davor auch so in etwa.
Und ja, wahrhaftig, ich fühle mich tot. Definitiv nicht mehr lebendig. Obwohl.. genau genommen fühle ich mich so lebendig wie noch nie. Ich spüre jeden Knochen, meine Lunge zieht, weil ich keine Luft zu bekommen scheine, mein Magen knurrt und meine Beine versagen. Hinzu kommt mein Herzklopfen, welches mir immernoch versucht einzuhämmern, dass ich lebe. Mit einem leicht vorwurfsvollen Unterton, wohlgemerkt.
Und warum die Qual? Warum bestrafe ich mich für etwas, von dem ich noch nicht mal weiß, was es ist?
Psychotherapeuten würden sicher sagen, ich gebe mir die Schuld an einer Sache und arbeite diese durchs Nicht-essen ab. Und weil ich ein Scheidungskind bin, passt dies natürlich vorzüglich! Aber nein, die Scheidung war eines der schönsten Ereignisse in meinem Leben, so paradox es auch klingt.
Morgen gibt es Steinpilzravioli. Und natürlich denke ich nicht darüber nach, wie die Soße dazu sein soll, oder ob sie gut schmecken werden. Ich überlege, wie ich es schaffe, das Abendessen so zu reduzieren, dass die Steinpilzravioli nicht zu viele Kalorien beanspruchen..
Ich jammere und jammere und suche mir den Lebensstil selber aus. Als würde jemand mit einer Spinnenphobie in einem Zimmer voller Spinnen leben, freiwillig, und sich dann darüber beklagen..
18.2.09 21:49


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