Gedanken für zwischendurch

 



Gedanken für zwischendurch
  Startseite
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt

 


Webnews



http://myblog.de/lautestille

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Tequila

Schmerzbewältigung durch Alkohol ist sowas von grausam. Dafür ist das Erbrechen umso befreiender. Nur leider ist mir schon den ganzen Tag über übel, seit 24h hab ich nichts gegessen. Was natürlich auch ein Grund für das Erbrechen ist. . Alkohol auf leeren Magen, ein Fehler!

Er hat meine - frischen - Wunden am Unterarm entdeckt, jedoch ist er nicht weiter darauf eingegangen. Weiß er, dass es mir unangenehm ist und fragt aus Rücksicht nicht oder will er garnicht wissen was los ist?

Ich fühl mich leer. Was natürlich am Tequila liegen kann. Aber es entsteht wieder diese übelkeiterregende Leere. Ich will schlafen und, das steht fest, alles andere als essen.

1.10.07 15:01


Werbung


Aggression

Heute scheinen nur dicke, alte oder glückliche Menschen unterwegs zu sein. Schlimmer sind noch die Kombinationen, dick und glücklich oder alt und dick oder viel grausamer: dick,alt und glücklich! Ich musste mich wirklich zurückhalten, nur um diese Menschen nicht aufgrund ihrer Fettleibigkeit zu beleidigen. Lachende, essende Menschen. Und ja, bei dem glücklich-sein spricht wahrlich der Neid aus mir.

Wieso dürfen diese Menschen glücklich sein? Wieso sind diese Menschen fett und glücklich? Wieso kann ich nicht glücklich sein? Wieso bin ich nur ansatzweise glücklich wenn ich nichts esse?

Ich habe vorhin 'Kolleginnen' getroffen (bewusst sage ich nicht 'Freundinnen'). Eine meinte: "Du hast dich ja garnicht verändert!" Schock. Okay, nachdem meine Schwester mich nur eine Woche nicht gesehen hat, da darf ich doch erwarten, dass andere meine unvorstellbar rapide Gewichtsabnahme von 3kg durchaus nach längerer Zeit bemerken. Aber nein, keineswegs.

Ich 'came' gerade mit meinem besten Freund und, zum ersten Mal nach langer Zeit, sehe ich ihn lächeln. Wieder so jemand. Jemand der glücklich scheint. Eben dieses Glück saugt all den Lebenswillen aus mir. Sowie die Kritik an mir, natürlich. Was ich falsche mache, und wie sehr, und - keineswegs zu vergessen - wie schrecklich ich andere damit verletze.

Man mag es kaum glauben, aber mir tut es soviel mehr weh. .

Mir tut das SVV weh, mir tut das Nicht-essen in gewisser Weise weh, mir tut meine Verschlossenheit weh, mir tut mein Misstrauen weh, mir tut meine Leere weh, mir tut so unglaublich viel so unglaublich sehr weh. Hey,nennt man sowas dann Egoismus, wenn mein Schmerz im Vordergrund steht? Hat schon einmal irgendjemand darüber nachgedacht, was der Grund dafür ist? Dass es vielleicht nicht bewusst an mir liegt?

Wieder hallen die Worte meiner Mutter in meinem Kopf. .       "Denkst du, dass du Borderlinerin bist?"

...

2.10.07 18:28


Unaufhaltsam

Eine Angst packt mich, und ich flüchte. Ich weiß diesmal noch nicht in was ich mich flüchte. Vielleicht wieder in Abwesenheit oder eine Art von Abneigung gegenüber Nähe. Ich flüchte mich wieder hierhin, flüchte mich in 'A Bitter Song' von Butterfly Boucher. Die Angst füllt jetzt all die Leere, die mich sonst ausfüllt. Die Angst will meine Speiseröhre hochkriechen, mich erbrechen lassen, aber ich ekel mich zu sehr davor. Ich habe gerade gegessen - ein Fehler. Ich glaube, nein, ich hoffe es war das letzte für heute.

Bei meiner Flucht achte ich nicht auf Hindernisse. Ich achte nicht auf die Menschen, die ich bei meiner Flucht verletzen könnte, ich übergehe sie. Denn nur ich bin wichtig, bei meiner Flucht.

Und ich will so gern fliehen, doch ich komm nicht vom Fleck. .lasst mich fliehen. .

4.10.07 14:58


Von zwei Fremden und einer Sucht

Der Fremde, der Fremde, kommt mir wieder in den Sinn..Ich dachte es wär vorbei, aber irgendwie, naja, ich weiß auch nicht woran das liegt. Es gäbe keinen ersichtlichen Grund, gerade an ihn zu denken. Als wäre das nicht genug, kommt nun ein weiterer Fremder dazu. Mein Körper. Dieses eigenartige Gebilde, 49kg schwer bei einer Größe von 169cm, das an mir dran hängt. Es will gefüttert werden und braucht Auslauf. Noch dazu muss es regelmäßig (einmal am Tag) gewaschen werden, sowie ausreichend gepflegt. Anständig angezogen und in seiner ganzen Fülle stellt es meine Person dar. Doch in letzter Zeit verlangt es mehr essen, bläht sich dann auf und hat Kopfschmerzen. Es friert und schmerzt. Es ist fremd. Ganz und gar. Will es schlafen, so will ich das nicht. Will ich sprechen, so will es das nicht.

Aber dann hör ich Musik. Ein bestimmtes Lied. Und für einen Moment, um genau zu sein für 3 Minuten und 58 Sekunden, vergesse ich das. Ich bekomme mein altbekanntes Gefühl zurück, das mich süchtig macht und meinen Körper fremd..

8.10.07 15:32


Anfang und Ende

Ich habe gegessen. So viel gegessen. Ich hab alles gegessen, was mir schmecken könnte. Was ich morgen, oder übermorgen, oder den Tag danach essen könnte. Ich konnte einfach nicht aufhören zu essen. Ab morgen ist Schluss damit. Die letzten 3 Wochen hab ich 4kg abgenommen, dann wieder 2 zugenommen, dann ein Kilo abgenommen. .Und ich fühl mich schrecklich. Ich fühl mich so voll. Vollkommen unglücklich.

Ab morgen esse ich  nichts mehr. Meine Mutter wird das traurig machen, ja, aber ich will doch nur glücklich sein. Und das ohne Essen.

11.10.07 18:49


 [eine Seite weiter]



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung