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Motivation bröckelt.

Nach fünf Tagen schon erste Erfolge. 1,2kg runter. Aber ich glaub heute mag ich mich in eine dicke Decke einkuscheln und nur futtern. Aber dann denk ich wieder an diesen tiefen Schmerz in mir und dann hab ich keinen Hunger mehr. Das hält nur kurz an, immer dieses Wechselspiel: Appetit - Schmerz - Appetit usw. Und irgendwann setzt sich sicher der Appetit durch und dann hab ich das Desaster. Gestern dachte ich auch ein FA bahnt sich an und im Endeffekt hab ich insgesamt nur 681 kcal zu mir genommen. Mal sehen was noch so kommt..
20.12.10 14:45


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Beste Motivation

Ich bin weiblich. Männer lieben mich, sie drehen sich nach mir um. Ich bin wohl schön. Aber genau das ist gar nicht so gut wie man es sich vorstellt. Ich bin weiblich, weil ich dachte, dass mein Freund genau das an mir mag bzw. mögen würde. Er hat es immer angedeutet. Aber ich will nicht mehr so sein. Ich will nicht mehr für ihn so sein. Ich will überhaupt nicht mehr für ihn sein. Also nehm ich ab, wie ich ja schon öfter versucht hab. Jedes Mal scheiterte es an der Motivation, ich konnte einfach nicht durchhalten. Heute habe ich mir unendlich viele Thinspiration-Videos und etliche Bilder von Mary Kate angeschaut. Das hielt immer nur kurz an. Abends wirds am schlimmsten, da bekommt man erst recht Appetit, auch wenn man so gut durchgehalten hat bisher. Und dann dachte ich daran, wie vorbei es mit ihm ist. Ich mag ihn nicht mehr lieben. Und (während ich das hier schreiben will, hört meine Mutter nicht auf mit mir zu reden, jetzt hab ich den Faden verloren). Aber der Schmerz ist noch da. Was ich sagen wollte: vielleicht ist es meine Art Rache, meine Art damit klar zu kommen. Rache an ihm, ein wenig Rache auch an mir, weil ich es nicht aushalte. Aber so fällt es mir leichter von ihm loszukommen. Weil dürr mag er mich nicht. Wird er mich nicht mögen. So wirds leichter. Ich werd leichter.
15.12.10 20:25


Vom fremd gehen und fremd sein

Menschen, die fremdgehen, genießen oftmals Verachtung, was einem verständlich erscheint. Was könnte auch einen Menschen dazu bewegen, jemanden zu betrügen, den er liebt? Mit Vernunft hat es nichts zu tun, eigentlich geht es ja nur um die Lustbefriedigung, ganz simpel und banal. Daran ist nichts verwerfliches. Es ist als würde man, wenn man Hunger hat, aber nicht sein Lieblingsgericht zur Hand hat, eben eine andere Kleinigkeit essen. Zugegeben, der Vergleich hinkt.

Kompliziert wird es erst, wenn es nicht nur eine oberflächliche Erfüllung noch oberflächlicherer Bedürfnisse wird. Kurz: wenn Gefühle dabei sind.

In dem Moment, in dem ich ihn gesehen hab, schwanden die Gefühle für den anderen dahin. Und als ich ihn kennengelernt hab, wars gänzlich vorbei.

Der Betrogene wird meist als Opfer dargestellt. Auch das ist verständlich. Daher erscheint es auch umso unsinniger, zu fragen, wie es dem Täter dabei geht.

Man hat kein Mitleid verdient, aber das Wissen, dass ich das Leben und die Gefühlswelt eines Menschen, den ich zu glauben geliebt hab und die meine zerstört hab, ist ein Gefühl, dass man kaum jemandem zumuten möchte. Dieses geheime Wissen ist eine unterträgliche Last, die einen unfähig macht, den anderen anzuschauen oder gar zu gestehen, was passiert ist. Und auch sich selbst kann man nicht mehr anschauen. Wer ist diese Person im Spiegel? Dieses fremde Wesen, dessen Körper man hat und dessen Leben man lebt aber keine Beziehung zu ihm hat, nicht den kleinsten Zugang.

Man hat nicht nur einen "Lebensgefährten" verloren. Man hat den Menschen verloren, der einem ein Leben lang an der Seiten bleiben soll: sich selbst.

16.7.10 12:26


alt und neu und alles zusammen

Unglaublich, dass ich mal wieder schreibe. Noch viel unglaublicher ist, dass ich so lange nicht geschrieben habe.

Nun ja, was gibt es Neues? Die Essstörung bleibt, bei 53kg, die Liebe bleibt, bei dem One-Night-Stand der sich zu einem Six- oder Seven-Night-Stand entwickelt hat, verbunden mit vielen Blicken und Bekundungen, die ebenso wunderbar wie unverbindlich sind. Und es zu bleiben scheinen.

Gefühle sollten sich niemals zu einer Obsession entwickeln, selbst wenn die Gefühle erwidert werden. Ich komme mir vor wie eine riesige Welle in einem sonst stillen Ozean. Und er ist der einsame Strandbesucher. Angezogen von der Stille. Und dann kommt diese Welle, dann komme ich, nehme ihn ein und überrumpele ihn ganz und gar. Diesen Ozean besucht man nie wieder.

Mir fehlen gerade die Worte irgendwie. Ich glaube, ich schreibe später oder morgen mehr.

Verwirrend, den Drang und die Unfähigkeit zu Schreiben zur gleichen Zeit zu empfinden.

10.2.10 22:41


Once I Was Like You

Blog hat nichts damit zu tun. Aber das Lied fasziniert und dominiert. Da öffnet man sich und erfährt Zurückweisung. Öffnen nicht im Sinne von Gefühlen. Und auch nicht an jemanden gerichtet, in den man verliebt ist. Man erzählt nur etwas, was einen bewegt oder rührt, doch der Gegenüber zeigt kein Interesse. Das tut weh. Oder Pläne. Wichtige Pläne. Wie beispielsweise, dass Ballett zum Zentrum des Lebens gemacht werden soll. Es wird nur belächelt. Als würde man es sowieso nicht schaffen, gut genug zu sein. Wie traurig es doch ist, dass man mit Ignoranz so viel zerstören kann. Aber Schmerz kann umgewandelt werden in Motivation. Jedes Mal wenn ich mich dehne, jedes Mal wenn ich einen Spagat mache, werde ich daran denken, dass man mich unterschätzt hat. Und wenn man mich dann tanzen sieht und das Publikum vor lauter Entzückung und Freude ausrastet, weiß ich, dass es zwar keine vollkommene Genugtuung ist, aber es wird mich forttreiben und mir eine falsche Form von Glück vermitteln. Meine Naivität wird zulassen, dass dieses vorgetäuschte Glück genug ist.
11.12.09 20:43


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